Sodbrennen-Therapie

am Gertrudis-Hospital/Westerholt

 
 
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Abendsprechstunde: Stress ist Säurelocker

Der Nachbericht zum Thema Sodbrennen am 28. November
im Gertrudis-Hospital in Westerholt. 


Ein stechender Schmerz vom Hals bis zum Magen, Schluckstörungen, Bauchweh, Aufstoßen: Sodbrennen ist "eine häßliche Krankheit", bestätigte Dr. Eberehard Dirks, Chefarzt der Inneren Klinik am Gertrudis-Hospital jetzt bei der rappelvollen Abendsprechstunde des Medienhauses Bauer. Wer unter der Reflux-Krankheit leidet, verliere an Lebensqualität. Heilbar ist Sodbrennen mit einer konservativen medikamentösen Therapie zwar nicht, aber das Ziel, die Symptome zu beheben, ist oft realistisch - vorausgesetzt die Betroffenen passen ihre Lebensweise etwas an. Wie aber entsteht überhaupt Sodbrennen? Hermann-Josef Winkelmann, chirurgischer Oberarzt im Gertrudis-Hospital, erklärt: "Das Zwerchfell, ein starker Atemmuskel, trenn den Brustkorb vom Bauchraum und hat für die Speiseröhre eine kleine Öffnung. Die Speiseröhre funktioniert beim Durchtritt durch das Zwerchfell praktisch wie ein Ventil zum Mageneingang und öffnet sich gezielt beim Schluckakt. Bei manchen Menschen ist die Zwerchfelllücke zu groß und dieser Ventieleffekt defekt. Man spricht dann von einer Refluxkrankheit mit einem, Zwerchfellbruch".

Die Folge: Aggressiver Magensaft läuft in die Speiseröhre zurück und reizt die Schleimhaut. Dadurch kann es zu chronischen Entzündungen der Speiseröhre bis hin zu Blutungen undwiederkehrenden Lungenentzündungen kommen. Weiteres Problem: Beim Atmen, Husten und körperlichen Anstrengungen können Teile des Magens in den Brustraum eintreten und einklemmen. Das führt häufig zu krampfartigen Oberbauchschmerzen. Das Gertrudis-Hospital Westerholt hat sich seit Jahren auf die Therapie dieses Leidens spezialisiert. Zwischen 110 bis 150 dieser Eingriffe finden hier jährlich statt. "Es gibt nur noch drei weitere Kliniken in Deutschland, die ähnlich hohe Fallzahlen aufweisen", so Winkelmann. Ob eine Refluxkrankheit vorliegt, zeigen Magenspiegelung und Säuremessung. Das Westerholter Krankenhaus verfügt über ein Funktionslabor für diese speziellen Untersuchungen. "Sie sind auch deshalb wichtig, weil nicht alle Symptome des Sodbrennens auch tatsächlich auf eine Refluxkrankheit zurückzuführen sind. Verkrampfungen der Speiseröhre führen zu ähnlichen Beschwerden wie ein saurer Reflux, doch diese Patienten benötigen eine medikamentöse Therapie und keine Operation", erläutert Dirks. Seit kurzem kann das Gertrudis-Hospital auch eine so genannte Impedanzmessung durchführen. Damit wird festgestellt, ob überhaupt Flüssigkeit in die Speiseröhre fließt. Denn auch wenn diese Flüssigkeit nicht sauer ist, kann sie die Symptome der Refluxkrankheit hervorrufen. Erst wenn zweifelsfrei geklärt ist, dass die Beschwerden durch einen Zwerchfellbruch ausgelöst werden und eine medikamentöse Therapie nicht hilft, kommt eine Operation in Betracht. Auch wenn Medikamente nicht vertragen werden oder Nebenwirkungen der Säureblocker auftreten kann die Operation notwendig werden. br />

  Gertrudis-Hospital Westerholt: Operation wurde live per Video übertragen

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